5 Tage Essen – 2 Tage Fasten: Intermittierendes Fasten für die Gesundheit

Der Wunsch nach einem gesunden und ausgewogenen Lebensstil verbreitet sich zunehmend. Fitnessstudios werden Tag und Nacht überrannt, der berühmte „herabschauende Hund“ im Yoga mit tausenden Menschen im Freien absolviert und Lebensmittel mehr als eingehend untersucht. Der Trend geht zu Veganer Kost, Chiasamen und grünen Smoothies. Woher kommt diese Fixierung auf einen ganz besonders hohen Gesundheitsfaktor?

Heutzutage vergleichen sich die Menschen immer mehr mit Models und Persönlichkeiten aus dem Fernsehen. Und dabei haben die Meisten von ihnen eins gemeinsam: Sie haben den angeblich perfekten Körper. Das führt dazu, dass die Vielzahl an Diäten heute kaum noch zu erfassen ist.

Das Intervallfasten oder auch Intermittierendes Fasten ist eine Alternative Ernährungsform, die immer populärer wird. Das Besondere dabei: Sie ist für jeden Menschen kompatibel und verbraucht wenig Zeit und Kraft. Es geht bei dieser Fastenform vielmehr um eine dauerhafte Lebensumstellung, als um den reinen Abnahmewunsch. Trotzdem steht dieser natürlich bei den meisten Menschen im Vordergrund. Durch das Intervallfasten wird das Abnehmen nicht nur deutlich einfacher, sondern auch bewusster und gesünder.

Worum geht es beim Intervallfasten?

Beim Intervallfasten geht es darum, dass der Fastende in einem bestimmten Kaloriendefizit bleibt und gleichzeitig nicht an jedem Tag Kalorien zählen muss. Das genaue Zählen jeder Kalorie stellt für viele Menschen eine große Einschränkung und Last dar. Die verschiedenen Formen des Intervallfastens, wie die 5:2-Diät erleichtern den Alltag durch die Kombination aus Fasten- und Esstagen.

Wie läuft das ab?

An fünf Tagen in der Woche wird in der Ernährungsform des 5:2-Fastens normal gegessen. Natürlich sollte man grundsätzlich auch an diesen Tagen darauf achten, gesunde und ausgewogene Mahlzeiten zu verzehren. Aber wichtig ist: An diesen Tagen ist nichts verboten! Leibspeisen wie Pizza, Pommes und Nudeln können hier ebenfalls ab und zu auf dem Tagesplan stehen.

Um diese Ernährungsweise für eine gesunde Abnahme zu nutzen, ist es wichtig, dass an den zwei anderen Tagen gefastet wird. Hier sind verschiedene Alternativen möglich.

Grundsätzlich ist vorgesehen, dass Frauen an den Fastentagen innerhalb eines Limits von 500 Kalorien bleiben, während Männer nicht mehr als 600 Kalorien zu sich nehmen sollten. Es gibt aber auch Teilnehmer, denen es leichter fällt, an diesen Tagen komplett auf die Nahrungsaufnahme zu verzichten.

Der Hintergrund der 5:2-Ernährung: An diesen Tagen wird das Kaloriendefizit ausgebaut. Dazu ist kein Kalorienzählen nötig. Die zwei Fastentage sorgen dafür, dass in Hinblick auf die gesamte Woche eine negative Bilanz entsteht: man nimmt also zwangsläufig ab.

Die Wirkungen vom Fasten

Viel Wichtiger als die reine Abnahme ist, dass durch das zweitägige Fasten überaus positive Wirkungen in Hinblick auf den Körper ersichtlich werden. Während der Fastenphase ist der Körper nicht damit beschäftigt Mahlzeiten zu verdauen. Dadurch bleibt genug Zeit für eine körpereigene Entgiftung: Der Körper recycelt sich, durch die Reinigung verstopfter Zellen und das Verwerten körpereigener Stoffe, quasi selbst.

In vielen Studien wurde festgestellt, dass dadurch eine Vorbeugung von Krebs, Bluthochdruck und weiteren Krankheiten stattfindet. In erster Linie geht es also um Entgiftung, Ausscheidung und Regeneration.

Formen des Intervallfastens

Die Grundidee der 5:2-Diät kann in verschiedenen Formen praktiziert werden. Abwandlungen davon sind die 6:1 und 4:3 Ernährungsweisen, bei denen dann an mehr oder weniger Tagen gefastet wird.

Neben der Anzahl der Tage kann auch die Anzahl der Stunden von Essens- und Fastenzeit wichtig sein. Die bekanntesten Formen, bei dem auf Stunden basierenden Intervallfasten, sind 16:8 und 20:4. Entscheidet man sich für diese Art des Fastens, wird nur in einem bestimmten Zeitfenster, wie in diesen Fällen von acht oder vier Stunden, gegessen. Der Rest des Tages besteht aus der Fastenzeit, in der der Körper entgiften und regenerieren kann. Auch hier kann das Essensfenster nach den eigenen Wünschen verkürzt oder verlängert werden. Wichtig ist, dass der Körper mindestens 14 Stunden Zeit für seine Prozesse hat, ohne durch das Verdauen von Nahrungsmitteln unterbrochen zu werden.

Durch die merklichen Verbesserungen entscheiden sich viele langjährige Intervallfastende dafür, diese Form als eine Art der Lebensumstellung zu sehen. Trotzdem sollte hier klar sein, dass auch Sport und eine ausgewogene Ernährung unerlässlich für eine gesunde Abnahme sind.

Denn: Wird an den Esstagen oder innerhalb des Essensfensters weit mehr als der normale Verbrauch verzehrt, können auch die zwei Fastentage eine so hohe Kalorienzufuhr nicht ausgleichen. In diesen Fällen kann keine Abnahme erfolgen. Außerdem sorgt eine ausgewogene Ernährung dafür, dass dem Körper genug Vitamine und Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden.

Tag für Tag entdeckt eine Vielzahl an Menschen das Intervallfasten für sich. Sofern es richtig praktiziert wird und andere Faktoren weiterhin berücksichtigt werden, kann es für eine gesunde und ausgewogene Lebensweise ein großer, unkomplizierter und effizienter Profit sein.

 

Photo by Екатерина Маркелова / 123RF

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