7 Mythen über die richtige Zahnpflege

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Um die richtige Zahnpflege ranken sich seit Jahrzehnten Mythen, die sich hartnäckig halten, obwohl sie wissenschaftlich längst widerlegt sind. Wir räumen heute mit den sieben am meisten verbreiteten falschen Annahmen über Ihre Zahngesundheit auf:

 

Mythos Nr. 1: „Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen!“

Zwar ist es wichtig, die Zähne zeitnah von Speiseresten, die sich beim Essen in den Zahnzwischenräumen festsetzen, zu befreien. Jedoch sollten Sie hiermit nach der Nahrungsaufnahme mindestens 30 Minuten warten. Der Grund: Beim Essen ändert sich der PH-Wert im Mund – der Speichel wird saurer. Das weicht den Zahnschmelz auf, der dann leichter durch das Zähneputzen geschädigt werden kann. Gerade Lebensmittel, die Fruchtsäure enthalten, begünstigen diesen Prozess, der „Entmineralisierung“ genannt wird. Nach 30 Minuten hat der Speichel den Säuregehalt wieder neutralisiert, sodass Sie unbedenklich Ihre Zähne putzen können. Für eine Reinigung direkt nach dem Essen können Sie Ihren Mund mit klarem Wasser ausspülen.

 

Mythos Nr. 2: „Milchzähne brauchen nicht dieselbe gründliche Pflege wie die Bleibenden.“

Da die Milchzähne ohnehin ausfallen oder entfernt werden, um den bleibenden Zähnen Platz zu machen, müssen sie nicht besonders gepflegt werden, richtig? Falsch. Die „Platzhalter-Funktion“, die die Milchzähne für die Bleibenden übernehmen, ist für die Kieferentwicklung von tragender Bedeutung. Muss ein Milchzahn aufgrund von Karies frühzeitig entfernt werden, kann dies dazu führen, dass der nachwachsende Zahn „wandert“ und somit Fehlstellungen der bleibenden Zähne entstehen. Darüber hinaus spielen die Milchzähne eine wichtige Rolle für die Sprachentwicklung bei Kindern und verkörpern außerdem eine soziale Komponente.

 

Mythos Nr. 3: „Kaugummi kann das Zähneputzen ersetzen.“

Zuckerfreier Kaugummi hat durchaus einen positiven Effekt im Rahmen der Zahnpflege. Das Kauen regt die Speichelproduktion an, was schädliche Säuren neutralisiert. Jedoch  sollte dies lediglich als eine zusätzliche Pflegemaßnahme angesehen werden. Um Plaque von den Zahnoberflächen zu entfernen ist gründliches und regelmäßiges Zähneputzen unerlässlich.

 

Mythos Nr. 4: „Schwarzer Tee ist schädlich für die Zähne.“

Die Farbstoffe, die in schwarzem Tee enthalten sind, verfärben die Zähne nur oberflächlich. Diese Verfärbungen können ganz einfach wegpoliert werden. Tatsächlich wird stattdessen angenommen, dass schwarzer Tee sogar förderlich für die Zahngesundheit ist. Er enthält Fluorid, welches den Zahnschmelz härten soll.

 

Mythos Nr. 5: „Rauchen schädigt die Zähne nur oberflächlich.“

Im Gegensatz zu schwarzem Tee verfärbt der Konsum von Nikotin den Zahn nicht nur oberflächlich, sondern ruft langfristig eine tiefliegende Gelbfärbung hervor, die nicht wegpoliert werden kann. Darüber hinaus ist Rauchen schädlich für die Versorgung des Zahnfleischs mit Blut und Sauerstoff, was zu Zahnfleischentzündungen und im schlimmsten Fall zu Parodontitis und Zahnverlust führen kann.

 

Mythos Nr. 6: „Nach dem Zähneputzen sollten Sie Zahnseide verwenden.“

Die regelmäßige Verwendung von Zahnseide ist wichtig, um Essensreste in den Zahnzwischenräumen zu entfernen, an die die Zahnbürste nicht ausreichend gelangt. Wenn Sie dies jedoch nach dem Zähneputzen tun, können durch die Zahnseide Essensreste hervorgeholt werden, die auf die Zahnoberfläche gelangen. Daher wird empfohlen, die Zahnseide VOR dem Zähneputzen anzuwenden.

Mythos Nr. 7: „Man sollte die Zahnbürste zweimal pro Jahr wechseln.“

Diese Richtlinie gilt lange als überholt. In der Zahnbürste sammeln sich zahlreiche Keime und Bakterien an. Daher sollten Sie sie mindestens alle zwei Monate wechseln. Außerdem sollte die Bürste nach einer Erkältung aufgrund der erhöhten Keimzahl im Mund unbedingt ausgetauscht werden.

 

Urheber Bild: ayphoto / 123RF Standard-Foto

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