Nach Statistiken der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. lebten im Jahr 2018 rund 1,7 Millionen Menschen deutschlandweit mit Demenzerkrankungen – ein Großteil von ihnen mit Alzheimer. Jährlich kommen etwa 300.000 neue Fälle hinzu, Schätzungen zufolge werden im Jahr 2050 bereits 3 Millionen Menschen betroffen sein. [1]

Die Entstehung einer solchen neurodegenerativen Erkrankung ist komplex und wird von vielen, teils voneinander unabhängigen Faktoren bestimmt. So spielt nicht nur eine genetische Prädisposition eine Rolle, sondern auch der Einfluss von Umwelt und Umgebung. Der größte Risikofaktor scheint allerdings ein fortgeschrittenes Alter zu sein, da die Erkrankung vorwiegend bei Menschen ab 65 Jahren auftritt.

Symptome und Ausprägungen der Krankheit umfassen Gedächtnis- sowie Orientierungs-, und Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens. In vielen Fällen kommt es auch zu einer Veränderung der Persönlichkeit. Angehörige werden nicht wiedererkannt, der ganz normale Alltag ist alleine nicht mehr zu bewältigen. Auf medizinischer Ebene bilden sich eiweißhaltige Plaques auf der Oberfläche des Gehirns. [2]

Da nicht nur die genetische Disposition dazu beiträgt an Alzheimer zu erkranken, können Sie mit der richtigen Lebensweise und auch mit der Zufuhr bestimmter Nährstoffe dafür sorgen, dass Ihr Risiko deutlich abnimmt. In Algenöl enthaltene EPA und DHA beispielsweise können dazu beitragen, dass das Risiko gesenkt wird – und bringen vielfach weitere positive Effekte mit sich [3].

Der Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäuren, die im Algenöl enthalten sind, und der Verbesserung von Denkprozessen ist schon seit Längerem bekannt. Studien belegen zudem, dass eine Variante der EPA (Eicosapentaensäure) die Ausschüttung des Neurotransmitters Acetycholin hemmt und damit für eine Verbesserung des Gedächtnisses sorgen kann. Vor allem im Zusammenhang mit älteren Menschen. [4]

Jedoch deuten einige Studien ebenso darauf hin, dass EPA und DHA aus Algenöl kaum vorteilhafte Effekte auf Demenz und / oder Alzheimer zeigen. Oftmals wird angeraten weitere Forschung in diesem Bereich zu implementieren und die Wirkstoffe weiterhin zu untersuchen. [bspw. 5]

Nichtsdestotrotz könnte Algenöl bei der Vorbeugung gegen Alzheimer helfen, denn ihm wurden bereits positive Effekte für einzelne Prozesse wie Aufmerksamkeitssteigerung [6] oder Wahrnehmung [7].

 

[1]: https://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/alz/pdf/factsheets/infoblatt1_haeufigkeit_demenzerkrankungen_dalzg.pdf
[2]: https://www.deutsche-alzheimer.de/die-krankheit/die-alzheimer-krankheit.html
[3]: https://examine.com/supplements/fish-oil/
[4]: https://www.nutraingredients.com/Article/2010/02/01/Omega-3-may-reduce-risk-of-Alzheimer-s-Rat-study
[5]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21045096
[6]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16269019
[7]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20434961

 

Photo by Skiathos Greece on Unsplash

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Alexander studierte Ernährungswissenschaft in Mönchengladbach und beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit Gesundheit, Ernährung und Mikronährstoffen. Der Diplom-Oecotrophologe ist Mitglied im Berufsverband Oecotrophologie e.V. und veröffentlicht hier auf bestaging.coach zu Themen rund um die Ernährung und gesundes Essen.

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