Schätzungen zufolge leben weltweit etwa fünf bis acht Prozent der Bevölkerung mit Autoimmunerkrankungen. Das Tückische an ihnen ist, dass das Immunsystem des Körpers funktioniert: es erkennt den Feind und richtet sich gegen ihn. Nur, dass der Feind in diesem Fall körpereigene Gewebestrukturen sind, die nicht bekämpft werden sollten. Das sorgt dafür, dass der Körper ein konstantes Kriegsgebiet ist, in dem Entzündungen herrschen und Gewebe zerstört werden, die für die Aufrechterhaltung der alltäglichen Funktionen benötigt werden.
Die Bezeichnung umfasst eine Vielzahl an Krankheitsbildern wie beispielsweise Hashimoto, Diabetes, Lupus oder Multiple Sklerose, um nur ein paar zu nennen. Manche richten sich gegen bestimmte Organe, andere gegen das gesamte System. [1]

Medizinische Therapien lassen sich wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge sehr gut mit der Einnahme von Nahrungsergänzungen wie Algenöl [2] kombinieren, um einen optimalen Effekt zu erhalten.
Die im Algenöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA konnten sich in einer Studie beispielsweise bei der Senkung der Aktivität von Lupus Erythematodes beweisen. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine rheumatische, die prinzipiell alle Organe befallen kann. Sie tritt in Schüben auf und kommt mit familiärer Häufung vor. Bei Gabe von DHA und EPA sanken die Werte der systematischen Lupus-Aktivität signifikant, was die Annahme zulässt, dass eine regelmäßige Einnahme von Algenöl dazu führt, dass die symptomatische Aktivität heruntergefahren wird. [3]

Da Autoimmunerkrankungen in den meisten Fällen mit einer entzündlichen Veränderung von Körper- und / oder Organgewebe einhergehen, ist ebenso von Interesse, dass die oben bereits genannten Fettsäuren aus dem Algenöl entzündungshemmend wirken. Bei regelmäßiger Einnahme konnten weniger Entzündungsmarker im Blut der Probanden nachgewiesen werden. [4]

Bei den im Algenöl enthaltenen Säuren DHA und EPA handelt es sich um Omega-3-Fettsäuren, die essentiell für den Körper sind. Sie haben nur einen Haken: der Körper kann sie selbst nicht herstellen und ist daher immer auf eine externe Gabe angewiesen, um den Spiegel hoch genug zu halten.

 

[1]: https://www.imd-berlin.de/spezielle-kompetenzen/autoimmunerkrankungen.html
[2]: https://examine.com/supplements/fish-oil/
[3]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15290734
[4]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17087052

Photo by Jon Flobrant on Unsplash

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Alexander studierte Ernährungswissenschaft in Mönchengladbach und beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit Gesundheit, Ernährung und Mikronährstoffen. Der Diplom-Oecotrophologe ist Mitglied im Berufsverband Oecotrophologie e.V. und veröffentlicht hier auf bestaging.coach zu Themen rund um die Ernährung und gesundes Essen.

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