Migräne ist so etwas wie eine Volkskrankheit, der keine große Bedeutung beigemessen wird, die aber für den Betroffenen starke Auswirkungen auf seinen Alltag hat. Denn Migräne ist mehr als nur Kopfschmerz. Anfallartig auftretend kann der Schmerz den Kopf partiell oder ganz betreffen, häufig aber sind Schläfe, Stirn und Augen involviert. Darüber hinaus sorgt Migräne oftmals für Übelkeit bis hin zum Erbrechen, Lichtempfindlichkeit oder eine starke Abneigung gegen Lärm und laute Geräusche. Rund 13 Prozent der Frauen in Deutschland geben an unter Migräne zu leiden, bei den Männern ist der Anteil mit sieben Prozent geringer. [1]
Die Ursachen einer Migräne sind vielfältig: sie kann hormonelle Ursachen haben (z. B. auch als Teil des prämenstruellen Syndroms), kann von Stress und Schlafmangel ausgelöst werden oder durch Wetterumschwünge eingeleitet werden.

Dass schon normale Kopfschmerzen die Produktivität und die Leistungsfähigkeit von Erwerbstätigen beeinträchtigen kann, zeigt eine Umfrage des Forsa-Instituts. Sie ergibt, dass rund 20 Prozent der Erwerbstätigen stark oder sehr stark durch Kopfschmerzen eingeschränkt werden, rund ein Drittel gibt an mittelstark beeinflusst zu sein. [2]
Bei akuter Migräne hilft dann nur die Einnahme eines Schmerzmittels, wobei hier auf die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen zu achten ist: nicht jedes Schmerzmittel wirkt bei jedem Patienten gleich effektiv.

Doch auch vorbeugend kann etwas gegen Migräne unternommen werden. Zwei unabhängige Pilotstudien aus Schweden und Dänemark zeigen, dass die prophylaktische Einnahme von Omega-3-Fettsäuren (wie in Algenöl enthalten) zu einer Verringerung der Migräne-Attacken um 28 Prozent erreicht werden konnte mit einer Verringerung der Intensität um 32 Prozent. [3]
Auf die Idee gekommen waren die Forscher als sie feststellten, dass die Inuits Grönlands sehr selten unter Migräneattacken litten und dies unter anderem aus dem hohen Fischkonsum resultieren könnte – damit einhergehend würden die ungesättigten Fettsäuren EHA und DPA (wie auch in Algenöl enthalten) ebenfalls konsumiert.

Eine weitere Studie, die die Auswirkungen der Wirkstoffe des Algenöl auf PMS untersuchte, fand heraus, dass die Probanden weniger unter den Symptomen zu leiden hatten, nachdem sie regelmäßig Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen. [4]

[1]: https://www.apotheken-umschau.de/Migraene
[2]: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/282337/umfrage/beeintraechtigung-der-leistungsfaehigkeit-durch-kopfschmerzen-nach-alter-und-geschlecht/
[3]: https://www.nutraingredients.com/Article/2001/10/10/Omega-to-soothe-migraines
[4]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23642943

 

Photo by Carolina Heza on Unsplash

The following two tabs change content below.
Alexander studierte Ernährungswissenschaft in Mönchengladbach und beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit Gesundheit, Ernährung und Mikronährstoffen. Der Diplom-Oecotrophologe ist Mitglied im Berufsverband Oecotrophologie e.V. und veröffentlicht hier auf bestaging.coach zu Themen rund um die Ernährung und gesundes Essen.

Neueste Artikel von Alexander Krings (alle ansehen)